Die Ausbildungssituation in Wiesbaden

Kürzlich wurden Zahlen der Abteilung Schulsozialarbeit im Amt für Soziale Arbeit Wiesbaden veröffentlicht, deren Aufgabe unter anderem darin besteht, Schülerinnen und Schüler bei der beruflichen Integration zu fördern. Gemäß einer einschlägigen Pressemitteilung ist die Situation wohl auch in diesem Jahr so, dass auf der einen Seite viele Ausbildungsstellen frei sind und sogar frei bleiben, während auf der anderen Seite zahlreiche Jugendliche, die von der Schulsozialarbeit betreut werden, nach Ausbildungsstellen suchen: In diesem Jahr seien dies sogar noch mal deutlich mehr, als in den vergangenen Jahren. Ein Grund für diese Schieflage bestünde darin, dass einige Schülerinnen und Schüler, auch aufgrund der Corona-Pandemie,  nicht so gute Note vorweisen könnten, wie arbeitgeberseitig gewünscht. Allerdings käme man mit einer „Bestenauslese per Zeugnisauswertung für die Besetzung von Ausbildungsstellen“ [1]nicht weiter – weder die Unternehmen, noch die Jugendlichen. Daher appelliert der zuständige Dezernent an die Wiesbadener Ausbildungsbetriebe, auch denjenigen, die nicht zu den Besten gehören, eine Chance zu geben, sodass diese sich im Rahmen der Ausbildung entwickeln können. 

Der Ausschuss möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, ob neben der Veröffentlichung einer Pressemitteilung noch weitere Maßnahmen ergriffen worden sind, um dem oben beschriebenen Zustand entgegenzuwirken: ob beispielsweise entsprechende Betriebe auch direkt angeschrieben worden sind, und wenn ja, wie viele dem Aufruf gefolgt sind.


[1] Jugendliche aus Schulen mit Schulsozialarbeit suchen noch Ausbildungsplätze | Landeshauptstadt Wiesbaden

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